13. Oktober 2010

Cataclysm: Dasselbe in Grün

Müde müde müde.

Alles wird ein bisschen verändert am Spiel. Die Karten neu gemischt, damit jeder nochmal versuchen kann, ganz nach oben zu kommen. Besser ist es dadurch nicht, aber es geht nicht darum, ob es besser ist, sondern um die Chance.

Die Spieltiefe, das Abwägen zwischen den Möglichkeiten des eigenen Spiels und der anderen Spieler, die Strategie - das fällt alles weg und muss neu erarbeitet werden. Schade.

Die wow-Gesellschaft

Hier gehts nicht um wow als Spiel. Sondern als Treffpunkt, nenn es Gesellschaft.

Keiner kann die andern rumkommandieren oder bestrafen. Jeder kann jeden Blödsinn schreiben, der ihm einfällt. Lehrer, Eltern, Polizei? Alles nicht existent. Ein echter Traum für junge Männer.

Konflikte werden durch Kampf ausgetragen. Kompromisse nach langatmigen und zähen Verhandlungen wie im echten Leben gibts nicht. Zusammenleben aushandeln ist nicht nötig. Ein echter Traum für junge Männer.

Du musst nicht einflussreich sein oder hochqualifiziert. Du musst nur mit einer Gruppe zusammen ein garantiert erreichbares und klar vorgegebenes Ziel erreichen, und schon bist du ganz oben in der Gesellschaft deines Servers. Ein echter Traum für junge Männer.

Und darum spieln sies auch, die jungen Männer.

23. November 2009

Testrealm: super!

Ich war jetzt ohne Abo (fürs Testrealm braucht man keins) wochenlang auf dem Testrealm in der Arena. Genial, jede Klasse mal auszuprobieren und ein Gefühl für sie zu kriegen...
Vergelter-Paladine, die ihre Mitspieler verstärken können, nahe Feinde flachklopfen, die Buffs ihres Teams managen können, aber kaum cc haben und auch eine langsame Serververbindung vertragen,
Waffenkrieger, die auf fast alles eine Antwort wissen, sich aber laufend der Situation anpassen müssen,
Frostmagier, die Unmengen an Möglichkeiten haben, den Kampf zu steuern mit burst, cc, oh-shit-buttons, aber eine schnelle Serververbindung brauchen,
Disziplinpriester, unbeweglich, aber Chefs für Schilde, Buffs und Debuffs,
DK, mit unheimlich wenigen Knöpfen, aber effektiv -
spannend, mal alle Klassen auf Maxlevel zu spielen! Und mit allen geh ich sofort aufs Moonkin los, wenn ich eins sehe ;-)

PVP macht Spass! Mir ist es völlig egal, dass dabei keine Arenapunkte kommen - hauptsache taktisch kämpfen!

Namen für Klassenfähigkeiten

Paladine beutzen Richturteile, Schurken Kaltblütigkeit und fiese Tricks, Druiden Wurzeln und Nachwachsen, Magier Feuerball und Verwandlung, Hexer Flüche und Beschwörungen, Krieger Klingensturm und heldenhaften Stoss... Jede Klasse hat ihre typischen Namen für Fähigkeiten und Talente, obwohl es eigentlich bei allen Klassen um dasselbe geht. Zum Beispiel der Effekt "Unbeweglich": Beim Druiden: Wurzeln, beim Magier: Frostnova, beim DK: Eisketten, beim Krieger: verbesserte Kniesehne.
wow-Spieler tun immer sehr abgebrüht - RP ist da fast unmöglich. Warum trotzdem die Namen mit so starkem Beiklang, warum die Herr-der-Ringe-ähnlichen Bezeichnungen? Einfacher wäre:
Schurken-Bleed, Feral-Bleed, Krieger-Bleed, oder Hexer-Fear, Priester-Fear, Krieger-Fear.

Gefällt den Spielern eben doch - auch wenn sie alle so waahnsinnig abgebrüht sind im chat mit omg ltp. Aber um selbst zu der Atmosphäre beizutragen, dazu sind sie zu passive Konsumenten.

14. September 2009

individuelle Beute?

wow hat über 20000 Ausrüstungsgegenstände. Es wäre wohl auch möglich, individuelle Ausrüstung zu gestalten, die von den stats her auf die jeweils berechtigte Person zugeschnitten ist, deren Namen (wenn die überhaupt unverzichtbar sein sollten) per Zufallsgenerator erzeugt würden.

Vorteil: Eine besser steuerbare Steigerungskurve der Ausrüstung. Wer in eine Instanz geht, deren "drops" für ihn nicht mehr interessant sind, erhält dann leicht verbesserte Beute. Wer dagegen eigentlich zu schlecht für die Instanz ist - leicht schlechtere.

11. August 2009

/played reicht nicht!

Viele Spieldesigner geben sich alle Mühe, Spieler ins Spiel zu ziehen, keiner war so erfolgreich wie Blizz. Blizzard sollte darum mehr Hilfe geben als die - immerhin vorhandene - elterliche Freigabe und das /played-Kommando. Man sollte auch sehen können, wann man in der vergangenen Woche gespielt hat. Und: Beim Start eingeben, wieviele Stunden man dieses Mal höchstens spielen will.

Das beste Spiel der Welt - die nächste Kneipe um die Ecke

wow ist für mich das beste Spiel, das ich je gesehen habe. So lange hab ich noch nie irgendwas gespielt, und mit so viel Spass und Faszination auch nicht.

Aber was ich eigentlich vermisse, ist das Geplätscher der chats, das Treffen der Leute auf dem Server - auch wenn der Kontakt schwach ist, viele kenne ich schon lange. Die Eckkneipe für ein Feierabendbierchen, das war wow am Ende.

12. Juli 2009

letzter Blick zurück

Es war toll - aber jetzt reicht es. Neue Dungeons, neue tiersets, neue Balance, neue Pets, neue Vereinfachungen - enough.

Das einzige, was mir noch Spass gemacht hat, war am Ende PVP im Team. Dabei hat wow so viel Tolles geboten!

Das erste Mal in den Blackfathomdeeps! Das erste Mal im Hordegebiet auf der Jagd nach einem Beschwörer (http://www.wowhead.com/?quest=1017)... die Ankunft mit dem Greifen im gewaltigen Ironforge! Mit drei Mitdruiden als Seehund tauchen, als Katze durch die Wälder streifen und der grossen Katzengöttin die Aufwartung machen, als Bären in einer Höhle tief unter Moonglade schlafen...

die lockerste Gegend überhaupt: der heisse Strand von Tanaris... man ruft im Büro an und sagt: "Boss, ich bin morgen nich da...nein, übermorgen wohl auch nich...doch, klar nehm ich die Arbeit ernst Boss...mal sehn, wie die Drinks sind, vielleicht nächsten Monat auch nich...wenn die Wellen gut sind, bleib ich im Winter auch weg...Telefon? Gibts in Tanaris nich Boss, tut mir leid. Gut, die Trolle am Landungssteg könnten vielleicht was ausrichten, aber naja...sind halt Trolle Boss...Rauschkraut von morgens bis nachts...sorry Boss, ich muss los, Fähre wartet!

Kloster, Uldaman, Zul'Farrak, Maraudon, versunkener Tempel - sich verlieren in Träumen von anderen Welten. Alles ic!

Der Blackrock! Gänsehaut und offene Kinnlade vor lauter Lava, Riesenketten, Düsternis.

Die Geschichte um Onyxia!

Heute ist das alles nicht mehr so aufregend, ein neuer Boss, noch oberböser - na und?

Zeit für einen Schlussstrick - erm -strich. Nicht gern, aber trotzdem das Richtige.

25. März 2009

Was bleibt von wow

Ich hab keine Lust mehr. Tier 7-8-9: nein danke. Neuer Raidcontent: interessiert mich nicht. Quests? Meh. Gold? Nö. Und trotzdem log ich noch ein.

PVP mit anderen zusammen macht mir immer noch Spass. Egal ob bei wow oder sonstwo: taktisch kämpfen gegen andere ist einfach spannend!

Nur schade, dass man in wotlk, wie bei classic, raiden muss, um fürs PVP gut gerüstet zu sein.

11. Dezember 2008

wow ist eine Belohnungsmaschine

Warum wir immer noch wow spielen, dafür gibts viele Erklärungen: wilde Kämpfe, Zusammenhalt, gefordert werden, Eintauchen in eine magische Welt.

Mumpitz. Der eigentlich wichtigste Grund ist: Belohnungen, Belohnungen, Belohnungen.

Egal, was wir tun: die Aufgabe ist unseren Fähigkeiten angemessen und wird klar und eindeutig gestellt; unschaffbar ist keine Aufgabe, die man sich auswählt. Die Belohnung steht vorher fest und wird nachher verteilt, und wenn wir die Aufgabe erledigt haben, wachsen unsere Fähigkeiten im Spiel - oder unser Geld. Oder unsere Erfolgspunkte, wenn schon nichts sonst ;-)

Vergleiche dagegen die Arbeitswelt:
Aufgaben sind manchmal unlösbar, manchmal zu einfach, Aufträge sind dem Auftraggeber selbst nicht recht klar. Belohnungen gibts, aber mit der Erledigung haben sie wenig zu tun, und es gibt lange Phasen der Stagnation.

Auch wenn uns das nicht besonders bewusst ist: tief im Innern zieht uns das zu wow. Natürlich nicht allein, aber vor allem.

9. November 2008

Einzigartig oder ersetzbar?

Mit den letzten Patches 3.0.2 und 3.0.3 kam eine neue Richtung in die Raidzusammenstellung. Nicht mehr klar getrennte Aufgaben, sondern jeder macht ungefähr dasselbe. Kein Tank (Krieger/Druide/Paladin) soll absolut unverzichtbar sein. Supporter sollen fast denselben Schaden wie reine DD machen, dafür der Support nicht mehr so wichtig: Buffs und Auren wirken raidweit.

Zur für Fantasy typischen ursprünglichen Vorstellung von der verschworenen Gruppe, für die jedes Mitglied unverzichtbar ist, passt das nicht mehr. Ein Krieger fürs Grobe, ein Magier für die Tricks, ein Heiler zum ...ehm... heilen, ein Waldläufer für die Spurensuche, das wars so ungefähr. Das gab allen Beteiligten das gute Gefühl, gebraucht zu werden und davon zu profitieren, dass die Gruppe zusammenblieb.

Jetzt ist das anders. Den Waldläufer kann ich auch durch einen zweiten Krieger ersetzen...oder durch einen Magier...hauptsache, die Zahl stimmt. Mal sehen, ob Blizzard es so immer noch schafft, den Eindruck zu vermitteln, dass sich die Klassen verschieden spielen.

Einerseits schade, dass das Gefühl wegfällt, zu wissen, dass man gebraucht wird. Andererseits wirklich gut, denn so sind Gruppen nicht mehr blockiert, weil ein Freund zwar mitkommen würde, aber eben nicht die richtige Klasse hat.

Besser is das.

3. Juni 2008

Neue Ausrüstung: besser?

Ein neues Set wird eingeführt: was hat man davon? Es tut sich was. Das Gefühl, besser zu werden. Dasselbe Gefühl haben alle andern auch.

Mir kommts wie rl vor: ein Haufen Leute versucht, sich gegenseitig zu überbieten. Und alle strengen sich an, um nicht zurückzufallen. "keeping up with the Joneses".

Natürlich gibts noch viele andere Motivationen! Spannende Geschichten erleben, Taktik und PVP, nette Mitspieler... aber mein Eindruck vom Spiel ist, dass die immer schwächer werden.

28. November 2007

Druiden in Patch 2.3

Im Patch 2.3 sind zwei Hauptanliegen der Druiden endlich angesprochen worden:

1. Formwandeln geht jetzt ohne client-server-Anfrage nach jedem einzelnen Wechsel. Also, wenn ich aus der Katzenform rausgehe, kann ich danach per Makro einen Heiltrank nehmen und direkt in die Bärenform. Statt wie bisher in der "squishy" Nachtelfenform innerhalb von 2 Sekunden Benommenheit im focus fire zu verdampfen...

2. Die Skalierung des Schadens mit der Ausrüstung ist der Skalierung bei anderen Klassen wie z.B. Schurken angepasst worden. Das war auch schon lange mal fällig. Sehr lange.

27. November 2007

Alterac, Verstärkungspunkte und 2.3

So, nach einem Vierteljahr gabs für mich wieder einen Grund, mich beim "besten Spiel wo gibt" anzumelden. Haltet Euch fest:
Alterac ist zum PVP-Schlachtfeld gemacht worden. Jahaa, Spieler gegen Spieler, ungelogen!

In den ersten Tagen nach dem Patch haben beide Seiten noch gleich gespielt wie vorher: Rechtsverkehr, direkt auf Galvangar und die arme Balinda, danach weiter zum General.

Und dann kamen ein paar Spiele, in denen sich 5-10 Hordler zu Galvangar gestellt haben.

Lusstisch: Die Allianz hat es nicht geschafft, Galvangar und die Hordler zusammen zu besiegen. Und die Hordler sind wie auf dem Fliessband vom nahen Eisblutfriedhof wieder zu Galvangar. Sobald die Horde auch noch den zweiten nahen Friedhof (Schneewehenfriedhof) getappt hatte, ist jeder Allianzler, der bei Galvangar gestorben ist, in der eigenen Basis wieder aufgewacht.

In den letzten Tagen hat die Allianz Galvangar einfach ausgelassen.

Das Spiel ist wirklich ganz neu und frisch:
Es lohnt sich, Türme zu erobern und (innerhalb von 4 Minuten, sonst sind sie zerstört) zurückzuerobern. Jeder zerstörte Turm nimmt dem Gegner 75 Verstärkungspunkte.

Es lohnt sich, Friedhöfe zu holen, wenn man in der Nähe einen Turm erobern will - auch wenn Friedhöfe keine Rolle für die Punkteverteilung spielen. Sogar der Steinbruchfriedhof wird wieder wichtig, aber wer den holt, sollte sich auf flames aus dem eigenen Team vorbereiten ;-).

Und es würde sich lohnen, mal Balinda beim Kampf gegen die Horde zu helfen. Aber dazu konnte ich jetzt noch niemanden überreden. Ich arbeite dran...

Habe mich nur einmal zu ihr in den Bunker gestellt und einen lächerlichen Feral-Hurrikan auf die Horde gezaubert. Damit war ich zwar in der DD-Statistik auf Platz eins - aber auch ziemlich plattgestampft.

Wenn da zwei Magier und zwei Moonkins unsichtbar drinstehen und noch zwei Hexenmeister reinrennen würden, wär ich gern dabei. Würde auch Gelassenheit zaubern und vom Friedhof aus wieder mit loslaufen :-).

Jedenfalls: Bevor die Allianz Galvangar oder den Eisblutturm angreift, muss sie den Eisblutfriedhof holen. Sonst kommen die Verteidiger der Horde viel zu schnell wieder in den Kampf, und der Allianzzerg bleibt einfach stecken. Den Friedhof kann man dann nur noch schlecht holen, weil immer neue Hordler spawnen.

Und: es lohnt sich, zwei, drei Verteidiger in der eigenen Basis zu lassen, die angegriffene Dun Baldar-Türme tappen und den Friedhof bewachen.

Ausserdem noch drei, vier in der Mitte, die den Steinbruchbunker, -friedhof und möglichst Schneewehenfriedhof schützen.

Druiden und Schurken sollten nach vorne, den Friedhof und die Türme in der Hordebasis holen. Am besten erst die Wachen an allen drei Punkten wegputzen und dann erst tappen. Die Horde kommt oft erst, wenn getappt ist.

Der Rest kann an die Hauptfront oder machen, was ihm Spass macht.

OK, soweit die Theorie...in der Praxis kann sich keine Gruppe von 40 Unbekannten auf ein gemeinsames Vorgehen einigen. Das liegt nicht an wow, sondern gilt für alle Menschengruppen und sogar für Tierherden. Also: nehmts nicht so schwer, wenn die Allianz nach 10 Minuten Galvangar in der eigenen Basis respawnt und kaum noch Verstärkungspunkte hat.

18. Oktober 2007

Noch mehr Machinima - aber besser als bei Blizzard

Wow hat jetzt auch eine Machinima-Sektion auf der Homepage. Nur schade, dass die Filme, die nicht von ihnen selbst gemacht sind, alle klingen wie ein paar "Jungs", die eine Menge "Spass" haben, weil solche Filme machen "cool" ist und weil das eigentlich "jeder kann". Weit gefehlt, Jungs. Geht weg vom Mikro.

Besser, weil witzig:
- Code Monkey:
"Code Monkey get up get coffee
Code Monkey go to job
Code monkey have boring meeting, boring manager Rob
Rob say Code Monkey very diligent
But his output stink
His code not functional or elegant
What do Code Monkey think
Code Monkey think maybe manager wanna write goddamn login page himself
Code Monkey not say it out loud
Code Monkey not crazy just proud (...)"


- Snacky's Journal:
Teil 1: "Murloc tipping"..."- He followed me all the way. I think I'll call him...rroberrrto. - How bout some Murloc fin soup? - You're cute when you're scared!"
Teil 2: personal trainer
Teil 3: Angelwettbewerb: "-I need 20 Gold for the carpet cleaning. - But he spent all the money on bling. - What does a murloc need bling for? - To represent!"
Zu finden mindestens über youtube. Eine Menge Spass nicht nur für die Macher, sondern auch für alle andern.

13. Oktober 2007

Machinima

Was kleine Machinima-Regisseure für grosse Sachen schaffen - mir steht der Mund offen. Fühlt sich toll an! Videoclips für alle.

12. Oktober 2007

where have all the flowers gone

Am Anfang war wow. Und es war anders. Berauschende Landschaften, wohin wir auch reisten. Finstere Burgen, grauenhafte Ungeheuer. Es ging sogar das Gerücht um, dass ein Drache in seiner Höhle auf tollkühne Abenteurer wartet... Wir gingen in unserer Rolle als unerschrockene Streiter der Allianz/Horde gegen das Böse (wieder Allianz/Horde) auf, schlugen mit Schwert und Stab unseren Weg frei, feuerten uns gegenseitig an und klopften einander auf die Schulter, wenn wir gesiegt hatten.

Heute kennen wir die Länder, und die Regionen sind kartographiert. Wir fliegen möglichst schnell drüber weg, denn eine ist so langweilig wie die andere. Wägen ab zwischen Statistiken und Spreadsheets, überlegen, uns den Mantel zu farmen mit 3 Beweglichkeit mehr (aber 1 Crit weniger), sockeln ein bisschen an der Tankrüstung herum oder an der fürs PVP. Laden must-have addons runter, weil wir sicher sein wollen, dass kein DD Aggro zieht oder weil wir auf einen Blick bei jedem item Resilience gegen Armor oder agi gegen "to hit" abwägen wollen.

Wir sind Buchhalter des Abenteuers geworden.

note to self: Falls mein Druide wieder erwachen sollte, dann muss er sich mehr Zeit nehmen, das Leben zu geniessen.

11. Oktober 2007

Alterac wird PVP!

Alterac wird von PVE- zu PVP-Schlachtfeld. Habsch gelesen. *verschwörerisch* In Blau! Klingt verheissungsvoll. Hoffentlich klappt es auch... Mich würde das (oder vielleicht noch ein spannendes Schlachtfeld zusätzlich) schon wieder zu wow zurückbringen.

Im Ernst, epische Schlachten erlebt man im Alteractal nicht mehr. Aber zurück in die Zeiten der Alteractäler, die um 4 Uhr morgens gewonnen werden, will ich auch nicht mehr.

Und die fehlende Skalierbarkeit beim Klauendruiden wird mit Patch 2.3 vielleicht auch angegangen. Weihnachten, oder wie?

18. September 2007

Archetypen: die Prinzessin vom Drachen befreien

Warum Fantasyspiele wie wow erfolgreicher sind als...hm...Westernspiele, Wikingerspiele, Renaissancespiele...und viele andere?
Die Geschichten in Fantasyspielen haben Themen, die zu unseren Bedürfnissen passen:

  1. Die Natur im Spiel ist unberührt, jungfräulich, allmächtig, ehrfurchtgebietend, vielfältig. Weil in der Realität die Natur schwer zu finden ist. Meistens gut versteckt unter einem Strassenbelag, hinter einem Zaun gehegt, oder auch durch Minen, Deponien, Häuser u.s.w. verbraucht. In wow dagegen ist nicht mal ein Mülleimer nötig.
  2. Alles ist durchdrungen von Zauberei, es gibt alle Arten von Zauberkundigen: Magier, Hexenmeister, Priester, Druiden, Paladine. In der Wirklichkeit dagegen ist alles, was wir uns vorstellen können, von Spezialisten untersucht und erklärt. Geheimnisse? I wo. Rätsel? Nicht für uns. Natürlich sieht das für die Spezialisten selbst anders aus, aber das ist ein anderes Thema. Für den Laien kann der Spezialist in seinem Fachgebiet alle Fragen so beantworten, dass dem Laien schwindelig wird.

Und dann gibt es noch ein Thema, das die Fantasyspiele mit anderen Spielen teilen: Kampf. In der Realität der westlichen Gesellschaften hat der Kampf auf Leben und Tod (zum Glück) fast keinen Platz. Faszinierend ist er trotzdem. Darum gibt es soviele Spiele um den Kampf. In einer wilden, ungeregelten Welt gäbe es wohl mehr Spiele, in denen das Ziel ist, eine gesellschaftliche Ordnung aufzubauen und zu erhalten oder darin zu leben.

Ein Spiel, das einfach nur die Realität abbildet, ohne vernachlässigte Bedürfnisse zu befriedigen - klingt nicht besonders spannend. Die Sims kommen dem vielleicht nahe, aber es gibt (auch bei den Sims, glaube ich) einen wichtigen Unterschied zur Realität:

Man kann nichts verlieren. Wenn man sich an die Regeln hält, wird man nicht seine Wohnung, seine Partnerin, seine Arbeit verlieren. Da draussen, in der echten Welt, gibt es keine Garantien, und wir machen uns Sorgen über die Auflösung des Mittelstands in einer durchlässigen Gesellschaft.

Level 20-60: was fehlt?

Der Aufstieg in den Stufen 20-60 soll mit dem nächsten Addon erleichtert werden. Das wird einige motivieren, neue Charaktere durch Azeroth zu führen. Oder?
Was mir persönlich dabei fehlen würde, wären Gleichgesinnte. Zu Anfangszeiten war wow auf allen leveln gut gefüllt; jetzt sieht das anders aus, wie ein Blick auf http://www.warcraftrealms.com zeigt: Die Meisten sind an der Obergrenze angekommen. Wie soll man da eine ausgeglichene Gruppe für die unteren Instanzen zusammenbekommen? Die Frage scheint mir natürlich besonders wichtig, weil mein Druide ab level 30 kaum ausserhalb von Instanzen war.
Mitspieler machen einen grossen Teil vom Spass an wow aus. Wenn Blizzard es schafft, die levelnden Spieler zusammenzubringen, macht das leveln den sozialen Spielern sicher wieder viel Spass. Aber es gibt ja auch die sprichwörtlichen Jäger, die mit 60 zum ersten Mal in eine Instanz gehen.

17. September 2007

Balancing wow

Jeder hat andere Vorstellungen, wie wow sein sollte. Wie schwer ist es, an "Äpixx" zu kommen? Wie gut ist die Klasse im PVP? Welcher Grind ist zu lang, welcher ist ok?
Das Balancing in wow steht also immer unter Beschuss - aber wo wäre die richtige Balance?

Die richtige Balance ist da, wo die meisten Spieler das Gefühl haben, dass ihr Aufwand ausreichend belohnt wird. Sie setzen Zeit ein und wollen eine Herausforderung, eine Geschichte, eine Belohnung. Balance ist also rein subjektiv.

Nächstes Problem für Blizzard: Wenn die Spieler weiter Aufwand treiben sollen, muss man ihnen eine entsprechende Belohnung bieten. Mittlerweile sind sie bei Tier 6 angelangt - Rüstung als Belohnung haben die Spieler jetzt schon oft gesehen. Wovon es viel gibt, das wird langweilig. Nur das Seltene ist wertvoll.

Es wäre an der Zeit für andere Arten von Belohnungen: Geländegewinne, die beeindruckender sind als das bisherige world pvp. Kämpfe um Gebiete zwischen verschiedenen Servern. Gildenhäuser, um die sich die Gilden einmal pro Woche streiten können.

Nicht dass das wer falsch versteht: Ich könnte diese Ideen nicht umsetzen, und ich habe Ehrfurcht vor Blizzards beeindruckendem Werk. Aber ich halte die Ideen trotzdem für richtig.

10. September 2007

gone raidin'


...und hatte superdrops!

umgeskillt




Mein Druide hat sich für eine neue Frostskillung entschieden.

Mehr damage als beim feral, mehr CC als beim moonkin und spannender als Heilung...

7. September 2007

must-read Comic

Der Hammer of Grammar: herrlicher wow-Comic, und alles mit den Gestalten und Landschaften aus wow. Wie sie das gemacht haben? Sicher mit dem Modelviewer. Nettes Spielzeug! Mit dem Wowmapviewer auf derselben Seite kann man sich auch alle Landschaften in wow ansehen. Bei Gelegenheit muss ich mal ein Bild zeigen, das ich damit gemacht hab.

5. September 2007

Flamewars

Schon erstaunlich, wie unmöglich es ist, in den deutschen Blizzardforen einen rein konstruktiven thread zu finden. Da kann jemand noch so freundlich erzählen/fragen/vorschlagen: egal was. Ein paar posts geht das gut. Dann crasht ein Troll rein. Zuerst versuchen noch die meisten, ihn zu ignorieren - aber eben nicht alle. Das Endergebnis ist immer gleich: l2p, stfu, diaf. Nett...
Okay, vielleicht sind pubertierende Jungs nicht das geeignete Forenpublikum. Aber wofür ausser für dumme Witze und Gemecker sind pubertierende Jungs schon geeignet? anyone? nicht? tja, mir fällt auch nix ein. Jedenfalls: wenn Blizzard die Foren nicht während langen Monaten komplett sich selbst überlassen hätte, hätte das ganze anders aussehen können. Trollen bringt eben 100 x mehr Aufmerksamkeit/Zeile als normal posten. Schade, ich fänd echte Foren besser.

Die britischen wow-Foren sind übrigens angenehmer.

29. August 2007

/played

In den Foren sehe ich, wieviel Zeit andere mit wow verbringen. simply: wow.
200, manchmal 300 Tage. Himmel, und ich dachte, meine 45 Tage sind viel. Da liegt offensichtlich noch mehr drin.

Oder auch nicht ;-)

28. August 2007

Eintauchen in eine fremde Welt...

Hier ein Vorschlag für mehr "immersion".
und er hat recht: Wenn Spieler an ihre Wow-Karriere zurückdenken (ok, lass dir Zeit dabei...geniess es...war schön, oder?), dann auch daran, wie sie den Marshall vor den Toren Stormwinds getroffen haben und dann mit ihm hinauf zur Burg marschiert sind. Danach der Kampf von Hochlord Balvor Fordragon (na gut, der Name ist wirklich ein bisschen komisch) gegen die Dame Onyxia. Die NPCs haben bei dieser Quest auf den Spieler reagiert - und zwar anders als sonst. Blizzard hat schon ein bisschen angefangen, das einzubauen, und es gefällt mir gut.
Noch mehr Eintauchen gefällig?
Zum Beispiel, indem die Spieler etwas im Spiel aufbauen können- oder eine Gilde ein Spielgebiet beherrscht.
Wär das nichts? Nicht machbar bei 9 Millionen Spielern? (Horizons hat nur 10000 Spieler, Eve online 30000, glaube ich). Kann ich schwer beurteilen. Aber es würde die Sache erheblich interessanter machen.

18. August 2007

Blizzard in den Foren: ganz, ganz mies

Das World of Warcraft-Forum ist ein ganz besonderer Ort: man darf dort nicht über Blizzard sprechen. Wers nicht kennt, glaubt es nicht. Wem da nicht die Tränen kommen, der kann wenigstens drüber lachen.

Zitat : "Benutzt bitte in den Themenüberschriften nicht die Worte „Blizzard“, „Blue“ oder den Namen eines Community Team Mitglieds."

Das ist einer modernen Firma nicht würdig. Hier, Blizzard, Blue, Schneesturm, Mike Morhaime etc.etc., was für euch zum lesen.

17. August 2007

Blizzard: macht besseres Rollenspiel möglich!

Hier darf ich ja, anders als in den Foren von World of Warcraft, den Namen der Firma erwähnen...
Blizzard sieht Rollenspiel einfach als nervigen Nebenschauplatz zum eigentlichen Spiel, dem Sammeln von Ausrüstung, an. Schade, denn es wäre gar nicht soo aufwendig, mehr daraus zu machen:

1. emotes sollten sich nicht nur auf einen selbst beziehen dürfen. Im Moment fängt jedes emote mit dem Namen des Trägers an. "XY lacht". "XY erzählt einen Witz". Was auch immer. Dadurch kann man keine Atmosphäre schaffen. Viel besser wäre, wenn man schreiben könnte:
"Der Regen trommelt auf XY's klatschnasse Kapuze". "Ein Luftstoss lässt die Flammen der Fackeln an den Wänden zittern."
Ohne diese Möglichkeit wird das Rollenspiel in wow immer seltsam flach bleiben. Ich weiss, wahrscheinlich werden die meisten pvp-roxxor schreiben: "Z ist ein noob". Aber das Risiko sollte man in Kauf nehmen.

2. Jeder Spieler sollte Zusatzinformationen über den Charakter geben können. Flag-RSP reicht nicht, weil es nur wenige nutzen. Es bring viel mehr Atmosphäre, wenn man weiss, dass vor einem nicht Druide Nr. 204 steht, sondern ein Druide mit einem Umhang voller Erdflecken und einer soliden, oft geflickten Lederrüstung. Oder ein Druide mit perfekt gestutztem, duftemdem Bart und viel Schmuck.
Einmal bei der Vorbereitung eines Schlachtzugs fragte die Schlachtzugsleiterin, eine Kriegerin: "Noch Fragen?". Ich meldete mich: "Was ist das für eine Blume, die Ihr im Haar tragt?" Sowas nettes wird erst möglich durch die Zusatzinformationen: dass sie eben eine Blume im Haar trägt.
Und ja, ich weiss, es wird eine menge "wunderschöne Elfen mit fliessenden, langen Haaren und geschmeidigem, katzenhaftem Gang" und "finster blickende Hexenmeister mit dämonischem, irrem Grinsen" geben. Das ist es mir wert.

16. August 2007

Rollenspiel: grosse Momente

Wow spielt man vielleicht aus 2 Hauptgründen: Eintauchen in die Welt - und sich mit anderen messen. Ganz extrem gesagt: Rollenspiel - und pvp.

Stratholme living...gerade haben wir uns durch die Basis des Scharlachroten Kreuzzugs in der brennenden Stadt bis zum Grosskreuzer Saiden Dathrohan geschlagen und ihn, den als Abt verkappten Dämonen Balnazzar, besiegt. Erschöpfung nach dem anstrengenden Kampf macht sich breit. Der Druidenbär trollt sich in eine Ecke des Saals. Gähnt, legt sich hin und schläft ein.
Die übrigen Mitstreiter benutzen ihren Ruhestein - zurück bleibt der Bär und der brummige, versoffene, fette alte Zwergenjäger. Der setzt sich - den Blick nach Aussen - in den Eingang zum Saal und grummelt: "Schläft einfach ein. Dummer alter Bär! Irgendwer muss doch auf den aufpassen!"

Und bleibt sitzen, während das Schnarchen des Bären durch die Stille des entvölkerten Klosters dröhnt.