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29. August 2007

/played

In den Foren sehe ich, wieviel Zeit andere mit wow verbringen. simply: wow.
200, manchmal 300 Tage. Himmel, und ich dachte, meine 45 Tage sind viel. Da liegt offensichtlich noch mehr drin.

Oder auch nicht ;-)

12. August 2007

wow als Skinner Box

In den Spielebesprechungen liest man es immer wieder: "Suchtfaktor: hoch". Ein Lob für gute Spiele, witzig ausgedrückt. Aber eins stört bei world of warcraft wirklich: wie es Verhalten trainiert. Zuerst gibts für richtige Entscheidungen riesige Belohnungen: 4 mal klicken=Gegner besiegt. Halbe Stunde spielen=Stufenaufstieg.
Und mit der Zeit gibts für immer mehr Entscheidungen immer kleinere Belohnungen. Acht Instanzdurchgänge=einen leicht besseren Gegenstand.
Die Belohnungen hören nie ganz auf. Und weil die Spieler es in vielen Spielstunden gelernt haben, weiterzuspielen, um Belohnungen zu erhalten, machen sie trotzdem weiter.
Obwohl sich das ganze Spiel nur um diese Belohnungen dreht - nicht um den Kampf an sich und auch nicht um das Eintauchen in die Spielewelt an sich.
Eine Skinner-Box ist eine Kiste mit einem Schalter und einer Futteröffnung. Setzt man z.B. eine Ratte oder eine Taube hinein, wird sie irgendwann auf den Schalter drücken. Dafür bekommt sie Futter, und darum lernt sie, immer wieder draufzudrücken.
Am besten funktionieren Skinner-Boxen, wenn es nicht nach einer bestimmten Zahl von Knopfdrücken Futter gibt, sondern der Knopfdruck nur eine Chance auf die Belohnung gibt.

Think: dropchance.

Übrigens, da gibts dann eine Lernkurve, noch so ein Wort, dass man in Spielekritiken immer wieder liest. Im Experiment entsteht die, weil ein Schreiber eine Linie macht, die für jedes Drücken des Schalters ein bisschen ansteigt. Da fühlt man sich der Laborratte glatt noch ein Stück näher.

10. August 2007

Wann bist du süchtig nach wow?

Viel wird von der Suchtgefahr bei Computerspielen geredet. Aber wann ist man süchtig?
Es gibt da so niedliche Beispielsfragen, die man auch bezüglich Sport oder Liebe alle mit "Ja" beantworten könnte.
Dann gibt es /played-Zeiten. Ende 2006, vor der Erweiterung, konnte man im Forum von Leuten mit 120 Tagen /played lesen.
120x24 Stunden= 2880 Stunden. Innerhalb von 21 Monaten= 5 Stunden pro Tag, täglich. Damals hatte ich weniger als 30 Tage /played, und ich fand das nicht wenig.
Das wichtigste Kriterium ist aber nicht in Zahlen fassbar. Es lautet:
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Gibst du etwas anderes dafür auf, obwohl du weisst, dass das andere deine Bedürfnisse besser befriedigen würde?
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Das ist eine schwierige Frage. Für die richtige Antwort muss man wissen, welche Bedürfnisse durch was befriedigt werden.
Bei wow muss ich mich nicht fest verabreden; wenn die Pflichten für den Tag erledigt sind, kann ich sofort einloggen. Ich kann mit anderen beim Spielen telefonieren - Leuten, die ich sonst nie sprechen würde, weil sie aus ganz anderem Umfeld kommen, aber auch Leuten, mit denen ich mich gern unterhalte. Ich kann die Spannung erleben, im PVP gegen menschliche Spielgegner anzutreten. Ich mache mehr und habe mehr Kontakt, als z.B. mit einem Buch oder vor dem Fernseher. Es ist auch spannender, als mit Freunden zu telefonieren. Das ist keine schlechte Bilanz.
Ob sie stimmt, muss jeder für sich beantworten. Und das ist schwerer als jede raidinstanz.